Die Geburtsstunde unserer Homepage

Nach vielen intensiven Recherchen und zahlreichen Arbeitsstunden, dürfen wir Ihnen unsere neue Website, die im Zusammenhang mit der zentralisierten Reife- und Diplomprüfung entstanden ist, vorstellen.

Das Projektteam der Diplomarbeit „Dem Käse auf der Spur“ besteht aus Jasmin Buxbaum, Melanie Clark, Julia Fröhlich und Nadine Weber. Die Schülerinnen des 5. Jahrganges der Wirtschaftsakademie Waidhofen habe sich zum Ziel gesetzt, eine Website für unsere Hofkäserei zu erstellen, die Gründungsphase eine Unternehmens zu durchleuchten und sich mit Marketingstrategien auseinanderzusetzen. Besonders wichtig war ihnen, ein Unternehmen im Umkreis zu finden und dadurch einen Mehrwert für die Region zu erzielen. Gleich zu Beginn setzten wir uns alle an einen Tisch, um Ziele gemeinsam zu definieren und Wesentliches zu besprechen.

Im Zuge des praktischen Teils hat Julia unseren Alltag abgelichtet und diese Website ganz nach unseren Wünschen gestaltet. Hierbei flossen wichtige Elemente der Food-Fotografie mit ein. Mit allen Marketingelementen und -strategien hat sich Jasmin auseinandergesetzt und in ihrem theoretischen Teil die Platzierung unserer Produkte in den Verkaufsläden näher unter die Lupe genommen. Nadine setzte auf der Konsumentenseite an und untersuchte die Wahrnehmung unserer Produkte in einer Umfrage, während Melanie intensive Expertengespräche zum Thema „Unternehmensgründung“ führte.

Somit gibt diese Diplomarbeit einen umfassenden Überblick, welche Schritte bei der Unternehmensgründung zu beachten sind, wie Marketing erfolgreich betrieben werden kann und was bei der Websiteerstellung samt Fotos beachtet werden sollte.

Dem Frischkäse auf der Spur

Der Duft einer frisch gemähten Wiese empfing die Besucher der Hofkäserei von Martin Rausch in Triglas vergangenen Samstag. Diese war eine von den insgesamt 32 Betrieben in Österreich, die ihr Tor öffnete und einen Einblick in den bäuerlichen Alltag gewährte. Die Aktion „Open Bauernhof“ wurde von vielen interessierten Gästen angenommen, die höchstpersönlich vom Betriebsinhaber Martin Rausch in traditioneller Tracht begrüßt worden sind.

Seit 1870 gibt es den Milchviehbetrieb im nördlichen Waldviertel, den der junge Landwirt bereits in der sechsten Generation betreibt. Der Erfolg wurde ihm nicht in die Wiege gelegt, denn erst nach einigen Versuchen und viel Geduld entstanden erste Produkte, welche seine Frau Claudia gut vermarktete. Dass sein Käse etwas Besonderes war, zeigte sich daran, dass er von den Leuten sehr gut angenommen wurde und auch immer noch wird. Im Jahr 2016 reichte er erstmals seinen Frischkäse „Gute Laune“ in Wieselburg ein und gewann überraschend das „Kasermandl“ in Gold. Diese Auszeichnung besagt, dass er den besten Frischkäse in ganz Österreich erzeugt hatte. „Diesen Preis nach Triglas geholt zu haben macht mich besonders stolz, da es sonst meist die Tiroler oder Vorarlberger sind, die die Nase vorn haben“, freute sich Martin Rausch.

Besonders aufmerksam lauschten die Besucher den Worten des Betriebsinhabers, als er ihnen den Weg von der Milch zum Käse schilderte. Die Herstellung seiner einzigartigen Produkte beginnt mit der Pasteurisierung der Milch im Käsekessel. Nun ist die Milch vorbereitet für die weiteren Arbeitsschritte und kann mit Milchsäurebakterien angesäuert werden. Nach einer gewissen Zeit wird Lab hinzugefügt und etwas später schneidet Martin Rausch den Käse mit der Harfe. „Ich lege großen Wert auf die Qualität unserer Produkte, denn nur so kann ich meinen Kunden das Beste vom Besten anbieten“, erzählt Martin Rausch stolz.

Der Blick hinter die Kulissen war nicht nur spannend, sondern hilft auch Wissen, Verständnis und Wertschätzung gegenüber unseren Landwirten zu erhöhen. Von Hof- und Stallführungen über einen Blick in die eigene Käserei bis hin zu einer Verkostung der Milchprodukte war für jeden Besucher etwas dabei. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz und konnten sich beim Dosenwerfen oder an einer „Melkstation“ vergnügen.

Zweiter Platz bei Kasermandl

Den zweiten Platz erreichten Martin Rausch beim „Kasermandl in Gold“ bei der Wieselburger Messe mit seinem „Kräuterfrischkäse Liptauer Art“.

Für den Direktvermarkter ist dies nach dem ersten Platz im Vorjahr mit dem „Gute Laune Frischkäse“ schon der zweite Erfolg.

„Mein Motto ist Qualität vor Quantität“, beschreibt Rausch sein Erfolgsrezept. Das „Kasermandl“ ist österreichweit die einzige Käsebewertung für Direktvermarkter. „Es nehmen auch Sennereien aus Westösterreich teil, da ist es umso schöner, wenn man gegen diese Konkurrenz bestehen und sich durchsetzen kann“, freut sich Rausch.

Neben Frischkäse und Joghurt hat er nun auch Fruchtmolke und Schnittkäse in sein Sortiment aufgenommen. „Da fängt das richtige Käsen an, beim Schnittkäse schmeckt man erst zwei Monate später, ob er etwas geworden ist. Man muss in der Anfangsphase viel ausprobieren und alle Schritte gut dokumentieren, damit man eine gelungene Rezeptur auch wiederholen kann“, merkt Rausch an. Im kommenden Jahr will er mit dem Schnittkäse „Triglaser“ beim Kasermandl antreten – das Ziel ist die Käsekrone.

Fünf Medaillien abgeräumt

Die Käseprämierung bei der „Ab Hof Messe“ in Wieselburg war für den Milchbauern Martin Rausch wieder ein großer Erfolg.

Beim „Kasermandl in Gold“ holte er mit seinen Produkten zwei Gold- und drei Silbermedaillen nach Hause. Besonders freut sich Rausch über die Goldmedaille für die Kreation seiner Tochter Julia: „Julias süßer Marillentraum“. „Den haben Julia und ich gemeinsam entwickelt. Meine Tochter ist sieben Jahre alt und bringt sich schon in den Betrieb ein“, ist Rausch stolz.

Eine weitere Goldmedaille erhielt er für seinen Landtopfen. Mit Silber wurden sein „Waldviertler Weichkäse natur“, sein Marillen-Joghurt und der Kräuter-Frischkäse „Gute Laune“ prämiert. Seit seiner ersten Teilnahme am Kasermandl 2016 erhielt Rausch sieben Mal Gold, fünf Mal Silber und drei Mal Bronze. Pro Jahr verarbeitet er 20.000 Liter Milch und verkauft 30.000 Stück seiner Produkte.